Harze und Holz

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Myrrhe ein heiliges Harz

Neben Weihrauch war auch die Myrrhe ein heiliges Harz, das dem neugeborenen Jesuskind geschenkt wurde. Myrrhe wird gerne in der Industrie, in der Medizin und als Weihrauch verwendet. Myrrhe ist ein strauchartiger Baum, der zur Gattung Commiphora und zur Familie der Balsambäume gehört. Die meisten Balsambäume haben die Fähigkeit, ihr Harz ohne menschliches Zutun freizusetzen

Gebräuchlicher Name: Malmal, Molmol
Botanischer Name: Commiphora myrrha

Ernteort: Somalia
Geruch: balsamisch, bitter, würzig

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Mastix

Der Mastixstrauch wächst in verschiedenen Ländern (zum Beispiel in Afghanistan und Persien), am Bekanntesten ist aber sicher das Mastix aus Chios, Griechenland. Der eher baumartige Strauch hat die botanische Bezeichnung Pistacia lentiscus gehört zu den Sumachgewächsen und wird bis zu sechs Meter hoch. Der Baum/Strauch bildet, ähnlich wie beim Weihrauch, Harz-Kanale, die durch die Entfernung der Rinde freigelegt werden. So werden jedes Jahr pro Baum circa 3-5kg geerntet, meistens in dem Sommermonaten, da das Harz dann schneller fließt.

Das Harz ist in Griechenland sehr begehrt und weit verbreitet. Nicht nur zum Räuchern, sondern auch in Medizin und Kosmetik findet es seine Anwendung. Auch werden Kaugummis und Süßigkeiten von dem Harz hergestellt, manche
Familien stellen auch Mastix-Wein und Liköre her, die Rezepte werden über Generationen weitergegeben.

Wirkung beim Räuchern

Mastix gehört zu den beliebtesten Räucherharzen überhaupt. Das Aroma des Mastix ist sehr erfrischend, leicht zitronig und beim Räuchern lässt Mastix sich auch als Fixativum für Kräutermischungen nutzen.
Das Harz gehört zu den erhellenden Harzen, es inspiriert und hebt die eigene Schwingung und Energie. Ein Grund auch, warum Mastix gerne vor medialen Ritualen verräuchert wird.

Übrigens haben wir auch Mastix aus Nahost. Dieser ist geruchlich ähnlich, allerdings sind es keine formschönen Tränen, wie beim Mastix Cios. Der persische Mastix ist aber um ein Drittel günstiger.

Lateinische Bezeichnung: Pistacia lentiscus

Duft: zitronig, frisch, würzig

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Dammar weiß

Dammar (auch Damar) ist ein Harz, das von vielen verschiedenen Bäumen stammt und gerne auch als Copal bezeichnet wird. Sowohl Copal, als auch Dammar könnte man schlicht mit „Harz“ übersetzen.

Die Bäume gehören überwiegend zur Familie Dipterocarpaceae und wachsen meist in Asien. Wie beim Weihrauch auch wird das Dammar-Harz durch Anschnitt der Rinde gewonnen, allerdings sitzen die Kapillaren nicht direkt unter der Rinde und so muss ein tieferer Einschnitt erfolgen. Dammar ist auf Grund seines Preises sehr beliebt beim Räuchern und wird oft als Weihrauch-Ersatz benutzt. Obwohl Dammar auch oft als Damar-Gummi angeboten wird, so ist es dennoch ein Oleo-Resin und hat keinen Gummenanteil.

Somit ist das Dammar gut zu verarbeiten und schmilzt beim Räuchern sehr schnell.

Duft: Sein Duft ist leicht, zitronig und würzig

Wirkung: Beim Räuchern verbindet dieses Harz uns mit den lichtvollen Anteilen in uns. Es tröstet auf energetischer Ebene und lässt uns „aufatmen“. Es bringt eine leichte und lichte Energie in den Raum.

Botanische Bezeichnung: Canarium strictumShorea wiesneriVateria indica

Weitere Namen für Dammar lauten: Damar, Gummi Dammar, indischer Copal, weißer Dammar

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Sandarak 

Sandarak ist ein Naturharz von gelblicher Farbe, das dem Sandarakbaum entnommen wird. Dieser heisst in der Botanik Tetraclinis articulata und zählt zu den Zypressengewächsen. Seine Heimat ist in Tunesien, Marokko und Algerien. Er erreicht eine maximale Wuchshöhe von sechs bis acht Metern und hat dunkelrotes bis braunes Holz. Seine Ähnlichkeit mit den Zypressen ist bedingt durch seine schuppenförmigen Blätter. Die Rinde schwitzt das Harz aus, vor allem bei Verletzungen. Um an das Harz zu gelangen, werden die Bäume eingeritzt, um dann das Harz aufzufangen.

Sandarak in der afrikanischen Kultur

Sandarak verwenden verschiedene Völker im nördlichen Afrika seit Langem als Räucherwerk. Traditionell besänftigt der Sandarak-Duft die Götter. Diese ruft man mit einer Sandarak-Räucherung an, um Schutz zu erbitten, eine gelungene Ernte und Fruchtbarkeit. Das Harz von Zypressen oder Wacholder trägt manchmal die Bezeichnung Sandarak, daher sollten Sie beim Kauf genau aufpassen. Die Volksmedizin im Norden Afrikas schätzt Sandarak zur Krampflösung, wenn Frauen sich in einer schwierigen Geburt befinden. Auch Verdauungsstörungen bekämpft man in Afrika mit diesem Harz.

Räuchern mit Sandarak

Der Duft des Rauchs von Sandarak ist samtig-fruchtig und erfrischend, zugleich warm und harzig. Räuchern mit Sandarak ist nicht nur als religiöse Zeremonie bekannt, sondern auch wegen der Wirkung auf die Atemwege, die durch den Rauch gereinigt werden. Zu diesem Zwecke kann man Sandarak zusammen mit einer Prise Benzoe Siam und Kampfer räuchern. Das dezente Aroma lässt Sie frei durchatmen. Ausserdem zersetzt Sandarak Schwingungsmuster, die uns krank machen können. Der Rauch entkrampft und entspannt, weil er stark auf das Nervensystem einwirkt. Gewinnen Sie so Geduld, Besonnenheit und mehr Gelassenheit. Profitieren Sie vom seelischen Kontakt mit dem Ganzen und lassen Sie Ihre Energieflüsse frei fliessen. Sandarak kann sogar Hindernisse aus dem Weg schaffen. Dieses Räucherwerk eignet sich gut für Räuchermischungen, vor allem mit: 

  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Koriander
  • Lebensbaum
  • Minze
  • Wacholder
  • Zeder

Tipps für Räuchermischungen: Wer Weihrauch nicht mag, kann diesen gern mit Sandarak ersetzen.

Eine gute Abendräucherung bietet die Mischung aus Benzoe, Zeder, Sandelholz, Angelikawurzel und Sandarak.

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Sandelholz

Das Kernholz von natürlich abgestorbenen Bäumen hat einen herrlich süßen Duft, weshalb es sehr gerne geräuchert wird. Totes Kernholz kann nicht destilliert werden, da ätherische Öle immer von frisch geernteten Sandelholzbäumen stammen müssen, aber der reiche Duft macht es ideal für die Verbrennung als Räucherwerk. 

Botanischer Name: Santalum album
Ernteort: Indonesien

Geruch: warm, holzig, süß

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Palo Santo Holz

Dem heiligen Holz wird nachgesagt, es soll die Kommunikation mit den Göttern ermöglichen, Glück ins Leben bringen und vor Einflüssen durch negative Energien schützen. Durch den Reifeprozess, den unser Holz vor seiner Verarbeitung erfährt, erhält sein Geruch eine besonders feine und wohltuende Note.

Botanische Bezeichnung: Bursera graveolens
Ernteort: Peru

Duft: warme, holzige, süße und balsamische Noten mit Nuancen von Vanille und Zitrusfrüchten

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